Wunderbare „Musikalische Bescherung“ mit vielen Geschenken

Text/Bild: Jörg Ruthrof

Dezember 2017 – Obwohl es noch einige Tage bis Weihnachten hin sind, lud das 18-köpfige Bläserensemble von „BlackRiverBrass“ in der Wendelsteiner St.Georgskirche schon jetzt im Rahmen seines Weihnachtskonzerts zu einer „musikalischen Bescherung“ ein. Und die Musikerinnen und Musiker – alle spielen zusätzlich in Posaunenchören der evangelischen Kirchengemeinden im Dekanat Schwabach mit – hatten für sich und das Publikum für das Konzert gelungene Geschenke ausgesucht.

Vor sieben Jahren, so erfuhren die Konzertbesucher in der vollbesetzten St.Georgskirche bei der Moderation, trafen sich erstmals mehrere Musiker aus den Posaunenchören der evangelischen Kirchengemeinden Röthenbach St.Wolfgang und Wendelstein zu gemeinsamen Proben und Auftritten und schnell war mit „Black River Brass“ auch ein Gruppenname wegen der Heimat im Schwarzachtal gefunden. Inzwischen bilden 18 Musikerinnen und Musiker das Ensemble, sind musikalisch zusätzlich auch in den Posaunenchören von Kornburg, Worzeldorf, Rednitzhembach und Schwand zuhause und haben bis heute Freude an der Musik.

Für das jetzige Konzert hatte das Ensemble das Motto „Musikalische Bescherung“ gewählt und dafür etliche Musikstücke von der Barockzeit bis hin zum modernen Stück als klangvolle Weihnachtsgeschenke vorbereitet. Unter der Leitung von Cornelius Liebster hatte sich die Gruppe für dieses Konzert zudem Verstärkung mit dessen Sohn David Liebster am Schlagzeug und an den Pauken geholt: Gleich beim ersten Stück mit dem „Halleluja“ als bekannter Melodie aus Händels „Messias“ spielten David Liebsters Paukeneinsätze eine ebenso wichtige Rolle wie die beeindruckenden Bläserstimmen des Ensembles.

Historische Lieder und moderne Stücke wie auch Neubearbeitungen
Beim zweiten Stück des Konzerts – bei „Macht hoch die Tür“ – war außerdem das Publikum zum Mitsingen aufgefordert, nachdem das Ensemble als „Einstimmung“ eine neue instrumentale Bearbeitung mit Melodievariationen geboten hatte. Die Bläsersätze von J.S.Bach für „Ich steh an deiner Krippen hier“ und für zwei weitere Lieder beschlossen die klassischen Stücke. Für das nächste Lied „Als ich bei den Schafen wacht“ hielt „Black River Brass“ eine Überraschung bereit, da mehrere Ensemblemitglieder vom Ende des Kirchenschiffs aus bewußt als „Echo-Chor“ dem bekannten Weihnachtslied eine neue Klangwirkung verliehen.

Bei der Bläserbearbeitung für „Es wird scho glei dumper“ durch Musikprofessor Christian Sprenger konnten die Musikerinnen und Musiker bei verschiedenen Soloeinsätzen und einer großen Motivvariation ihr ganzes Können „ausspielen“, während die Überraschung bei „In dulci jubilo“ darin lag, dass das Ensemble die Liedfassungen von J.S. Bach, Melchior Frank und Werner Milde mit gelungenen Übergängen präsentierte. Als Liedbearbeitung in neuer Form als „Fantasie“ erklang zudem das bekannte Weihnachtslied „Es kommt ein Schiff geladen“ und bot den Zuhörern in der Kirche eine spannende Mischung alter Musik mit neuen Ideen.

Eine flotte musikalische Schlittenfahrt und mehr Überraschungen
Aus der Feder von Christian Sprenger stammten auch die nächsten Lieder des Konzerts: Die erste der Eigenkompositionen hieß „Glocken der Weihnacht“ und war von der Mehrstimmigkeit ebenso geprägt wie vom Spiel mit dem Liedrhythmus. Beim „Böhmischen Wintermärchen“ war das Ensemble auch dadurch gefordert, dass schnelle Tempo- und Stimmwechsel das Stück dominierten und beim Potpourri „Fröhliche Weihnacht“ wurden drei bekannte Weihnachtslieder in geschickter Weise mit ihren Melodien miteinander verwoben und neu kombiniert. Im Programm standen zum Finale danach mehrere englische Stücke an.

Beim ersten Lied „What child is this“ begeisterte Angela Ziegler auch als Sängerin und wurde musikalisch dabei von Claude Felger am Klavier und Hans Deuerlein am Flügelhorn begleitet. Danach lud eine vielstimmige flotte „Schlittenfahrt“ mit perfekt imitierten Pferdegeräuschen samt Wiehern das Publikum zur Ausfahrt in den Winterwald ein und aufgrund des großen Beifalls der begeisterten Zuhörer spielte das Ensemble zusätzlich zum letzten Stück „Tochter Zion“ als Zugabe das bekannte Lied „Mary’s boychild“. (jör)

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